Was ist diese Seite?
Hier sehen Sie je Betriebszweig, was er eingebracht und gekostet hat – als Summe und je Einheit, zum Beispiel € je Kuh oder € je Hektar. Die Beträge kommen aus Ihren Umsätzen, die Mengen (Tiere, Hektar) aus dem Betriebsspiegel.
Jeder eingeschaltete Betriebszweig, der im gewählten Wirtschaftsjahr Zahlungen hat oder in Ihrem Betriebsspiegel steht, hat hier einen eigenen Block. Ein Zweig aus dem Betriebsspiegel, zu dem noch keine Zahlung gehört, steht unten und zeigt „Noch keine Zahlungen zugeordnet“. „Allgemein“ (Kosten und Erlöse, die zu keinem Zweig gehören) steht nicht in der BZA. Zahlungen ganz ohne Betriebszweig stehen im Block „Ohne Betriebszweig“.
Welche Betriebszweige eingeschaltet sind, legt Ihr Berater für jeden Betrieb fest. Einen ausgeschalteten Zweig zeigt die BZA nicht – auch nicht, wenn Zahlungen zu ihm gehören. In der Auswertung und im Dashboard zählen diese Zahlungen trotzdem weiter. Einen Zweig, den Sie im Betriebsspiegel neu erfassen, schaltet Analytics dabei gleich ein.
Unter jedem Block steht der Saldo der Zahlungen: alle Erlöse des Zweigs minus alle seine Kosten – so, wie das Geld über Ihr Konto gelaufen ist, also mit Umsatzsteuer und nach dem Tag der Zahlung. Er ist kein Deckungsbeitrag: Darin steckt alles, was diesem Zweig zugeordnet ist, auch Pacht, Reparaturen, Investitionen, Finanzierung oder Prämien.
Gutschriften werden verrechnet: Eine Gutschrift in einer Kosten-Kategorie (zum Beispiel eine Erstattung vom Tierarzt) mindert diese Kosten, eine Rückbuchung in einer Erlös-Kategorie mindert diese Erlöse. Ist die Gutschrift größer als die Kosten, steht die Zeile mit einem Minus da.
Vergleich mit dem Richtwert: Hat Ihr Berater den Vergleich eingeschaltet, steht unter dem Saldo jedes Blocks ein eigener Abschnitt „Vergleich mit Richtwert Kammer (netto)“. Der Richtwert der Landwirtschaftskammer zeigt, was ein Betrieb dieser Art im Durchschnitt je Tier oder je Hektar erlöst und ausgibt. Er steht neben Ihrem Wert und wird nie mit Ihren Zahlen zusammengezählt. Ist der Vergleich aus, sehen Sie davon nichts.
Was kann ich hier tun?
- Wirtschaftsjahr wählen und die Zahlen je Betriebszweig ansehen.
- Menge zuordnen: festlegen, aus welcher Zeile des Betriebsspiegels ein Zweig seine Menge nimmt – zum Beispiel „Milchkuh“ aus „Milcherzeugung“.
- Zahlungen zu einem leeren Zweig bringen: Eine Zahlung zählt zu einem Zweig, wenn sie eine Kategorie und diesen Betriebszweig trägt – von Hand unter „Transaktionen“, über eine Regel oder mit einer eigenen Kategorie für diesen Zweig.
- Als Excel exportieren. Ist der Vergleich eingeschaltet, enthält die Datei je Block auch die Vergleichstabelle und auf dem Deckblatt die Quelle der Richtwerte.
- Mit dem Richtwert vergleichen (nur wenn Ihr Berater den Vergleich eingeschaltet hat): je Kostengruppe und für die Leistung stehen Ihr Wert (brutto), der Richtwert Kammer (netto) und die Abweichung – Ihr Wert minus Richtwert, mit Vorzeichen, zum Beispiel „−13 (−14 %)“. Unter „aus:“ steht, welche Ihrer Kategorien in der Zeile zählen. Ein Klick auf „davon: …“ klappt die Positionen der Kammer auf. Darunter stehen die Gruppen, die im Richtwert stecken, aber in diesem Zweig keine Zahlung haben, und Ihre Zahlungen, für die es im Richtwert keine passende Position gibt – zum Beispiel Tilgung, Prämien (die Kammer rechnet ohne Prämien) oder eine Tierversicherung, wenn die Kammer nur die Tierseuchenkasse führt. So steht in einer Zeile nie etwas, das die Kammer gar nicht mitrechnet.
Ihre Werte und die Richtwerte sind nicht gleich gerechnet. Eine Abweichung ist ein Anlass zum Nachfragen, kein Urteil. Die Seite bewertet deshalb nicht mit „besser“ oder „schlechter“.
- Umsatzsteuer: Ihre Werte sind brutto, also mit Umsatzsteuer. In Ihren Kosten steckt die Umsatzsteuer der Rechnung – je nach Ware 7 % oder 19 %, auch bei pauschalierenden Betrieben. In Ihren Erlösen steckt die Umsatzsteuer, die Sie selbst berechnen – 7 % oder 19 %, als pauschalierender Betrieb der Pauschalsatz (Durchschnittssatz). Die Kammer rechnet netto, ohne Umsatzsteuer. Ihre Werte liegen deshalb meist etwas über dem Richtwert – bei den Kosten wie bei der Leistung.
- Zeitpunkt: Ihre Werte zählen nach dem Tag der Zahlung. Die Kammer rechnet nach Entstehung: Kosten und Leistung zählen in dem Jahr, in dem sie entstehen – nicht am Tag der Zahlung.
- Laufendes Wirtschaftsjahr: Der Richtwert gilt für ein ganzes Jahr. Solange das gewählte Wirtschaftsjahr noch läuft, stünden nur wenige Monate Zahlungen daneben. Der Vergleich erscheint deshalb erst, wenn das Wirtschaftsjahr abgeschlossen ist – bis dahin steht dort zum Beispiel „Das Wirtschaftsjahr läuft noch (Monat 3 von 12)“. Für den Vergleich wählen Sie oben ein abgeschlossenes Wirtschaftsjahr, zum Beispiel das vorige.
- Zeitraum der Richtwerte: Der Richtwert ist ein Durchschnitt aus den Heften der Kammer, zum Beispiel „Ø WJ 2023/24–2024/25 (Hefte 2024 + 2025)“. Die Zeile unter der Tabelle nennt Heft und Zeitraum. Gibt es für Ihr Wirtschaftsjahr noch kein Heft, steht das über der Tabelle.
- „Allgemein“: Zahlungen unter „Allgemein“ – zum Beispiel Strom für den ganzen Hof, Diesel oder Lohnarbeit – zählen in keinem Zweig. Der Richtwert enthält solche Kosten aber. In „davon“ steht dann „keine Zahlung in diesem Zweig – z. B. unter ‚Allgemein‘ gebucht“.
- Positionen ohne Zahlung: Manches rechnet die Kammer mit, obwohl dafür oft kein Geld fließt: Grundfutter aus eigenem Anbau, eigenes Saatgut, Milch aus dem eigenen Stall für die Kälber, Färsen aus eigener Nachzucht – und in der Färsenaufzucht das Kalb aus der eigenen Milchviehhaltung und die Färse, die in die eigene Herde geht. Diese Positionen bleiben im Richtwert und tragen in „davon“ einen Hinweis.
- Kälber: Bei Milchkühen enthält die Leistung der Kammer auch die Kälber – auch das weibliche Zuchtkalb, das meist im Betrieb bleibt und nicht verkauft wird.
- Umtriebe: Bei Mast und Aufzucht rechnet die Kammer je erzeugtem Tier, die BZA je Tier im Durchschnittsbestand. Die Seite rechnet den Richtwert deshalb mit Ihren Umtrieben je Jahr um (Richtwert × Umtriebe) und nennt den Faktor unter der Tabelle. Fehlen die Umtriebe, steht dort, dass sie für den Vergleich fehlen – tragen Sie sie im Betriebsspiegel ein oder fragen Sie Ihren Berater.
- „fortgeschrieben“: Diesen Wert hat die Atlas-Wissensbasis gegenüber dem Heft der Kammer nachgeführt, zum Beispiel an neue Preise angepasst.
Steht bei einem Zweig nur ein Satz wie „Für diesen Betriebszweig ist kein Richtwert hinterlegt“, hat Ihr Berater für diesen Zweig (noch) keinen Richtwert gewählt. Berater sehen über den Blöcken zusätzlich, ob der Vergleich für den Betrieb an oder aus ist, mit einem Link ins Atlas-Portal und dem Knopf „Richtwerte neu laden“.
Meist findet die Seite die passende Zeile selbst: gleicher Name, oder die Verknüpfung, die Ihr Berater hinterlegt hat. Ihre Zuordnung gilt nur hier in Analytics. Fehlt ein Zweig ganz, gibt es zwei Gründe: Er ist für diesen Betrieb nicht eingeschaltet – einschalten kann ihn Ihr Berater. Oder er hat in diesem Wirtschaftsjahr keine Zahlungen und steht nicht im Betriebsspiegel – dann erfassen Sie ihn im Betriebsspiegel. Berater sehen über den Blöcken die Zeile „Ausgeblendet (im Admin nicht eingeschaltet)“ mit einem Link zum Einschalten. Darin stehen die nicht eingeschalteten Zweige, die im Wirtschaftsjahr Zahlungen haben oder im Betriebsspiegel stehen. Gehören alle Zahlungen zu ausgeblendeten Zweigen, steht darunter „Kein eingeschalteter Betriebszweig mit Daten …“.
Wie geht das genau?
Beispiel 1: Beim Zweig „Milchkuh“ steht „Keine Bezugsgröße gefunden“, im Betriebsspiegel heißt die Zeile „Milcherzeugung“.
- Im Block „Milchkuh“ unter „Menge aus Betriebsspiegel“ die Zeile „Milcherzeugung (225 Tiere)“ wählen.
- Auf „Menge zuordnen“ klicken.
- Der Block zeigt jetzt „225 Tiere“ und alle Beträge zusätzlich je Tier.
Fehlt die Zeile ganz, legen Sie sie zuerst im Betriebsspiegel an.
Beispiel 2: Der Block „Färsenaufzucht“ zeigt „Noch keine Zahlungen zugeordnet“, die Rechnungen für Milchaustauscher kommen aber regelmäßig von „Kälberfutter Weser“.
- Unter „Transaktionen“ eine dieser Buchungen markieren und unten „Regel erstellen“ wählen.
- Im Fenster Kategorie Milchaustauscher und Betriebszweig Färsenaufzucht wählen, „Regel speichern“.
- Zurück in der BZA steht der Zweig jetzt oben mit seinen Kosten.
Beispiel 3 (nur Berater): Über den Blöcken steht „Ausgeblendet (im Admin nicht eingeschaltet): Mastbullen (mit Zahlungen in diesem WJ)“.
- In dieser Zeile auf „unter Admin → Kategorien einschalten“ klicken. Bei „Alle Betriebe“ wechselt die Seite dabei auf den Betrieb des Zweigs.
- Unter „Aktive Betriebszweige“ die Kachel Mastbullen anklicken, bis der Schalter an ist.
- Zurück in der BZA steht „Mastbullen“ wieder als Block mit seinen Zahlungen.
Beispiel 4: Sie haben dem Tierarzt für die Milchkühe 1.000 € überwiesen, später hat er Ihnen 200 € gutgeschrieben. Beide Buchungen tragen die Kategorie „Tierarzt“ und den Betriebszweig „Milchkuh“.
- Im Block „Milchkuh“ steht in der Zeile „Tierarzt“ 800 € – die Gutschrift ist schon abgezogen.
- Der Saldo der Zahlungen des Blocks ist dadurch 200 € höher als ohne die Gutschrift.
Beispiel 5 (Vergleich eingeschaltet): Im Block „Milchkuh“ steht bei „Tierarzt und Hygiene“: Ihr Wert 80, Richtwert Kammer 93, Abweichung −13 (−14 %).
- Unter der Zeile steht „aus: Tierarzt“ – diese Kategorie zählt hier. Zahlungen für Reinigung und Desinfektion zählen hier mit, denn die Kammer rechnet sie in „Tierarzt, Hygiene“.
- Auf „davon: 1 Position der Kammer“ klicken: Die Kammer rechnet hier nur „Tierarzt, Hygiene“.
- Unter „Transaktionen“ auf die Kategorie „Tierarzt“ filtern und prüfen, ob alle Rechnungen den Betriebszweig „Milchkuh“ tragen – oder ob eine unter „Allgemein“ steht.
- Bleibt die Abweichung, besprechen Sie sie mit Ihrem Berater. Denken Sie daran: Ihr Wert ist brutto, der Richtwert netto.
Wie mache ich es rückgängig?
Im Block auf „Zuordnung ändern“ klicken, eine andere Zeile oder „Automatisch erkennen“ wählen und „Menge zuordnen“ klicken. Die Beträge selbst ändern sich dabei nie – nur die Menge, durch die geteilt wird.
Eine Regel, die Zahlungen dem falschen Zweig gibt, ändern oder löschen Sie unter „Regeln“; einzelne Buchungen stellen Sie unter „Transaktionen“ um. Einen Zweig, der gar nicht mehr gebraucht wird, nimmt Ihr Berater aus dem Betriebsspiegel.
Einen ausgeschalteten Zweig holt Ihr Berater unter Admin → Kategorien mit einem Klick auf seine Kachel zurück. Dabei geht nichts verloren: Die Zahlungen gehören die ganze Zeit zu diesem Zweig und stehen danach wieder in seinem Block.
Steht eine Gutschrift oder Rückbuchung in der falschen Kategorie oder im falschen Zweig, stellen Sie diese eine Buchung unter „Transaktionen“ um. Sie wird dann dort verrechnet, wo sie hingehört.
Der Vergleich mit dem Richtwert zeigt nur, er ändert nichts an Ihren Zahlen. Stimmt Ihr Wert nicht, ändern Sie Kategorie oder Betriebszweig der Zahlung unter „Transaktionen“. Ein- und ausschalten kann den Vergleich nur Ihr Berater, im Atlas-Portal. Schaltet er ihn aus, ist er sofort weg – auch aus dem Excel-Export.